Musterrechnung
Die Gasabrechnung hat einige Besonderheiten. Weil die Gasmenge beim Kunden in Volumen (m³) gemessen wird, jedoch der Energiegehalt (kWh) zur Abrechnung kommt. Wie diese Umrechnung erfolgt, können Sie dem folgenden Beispiel entnehmen.
| Das Versorgungsgebiet von Engen ist in drei Höhenzonen unterteilt. | |
| Welschingen: | 483 m üNN |
| Neuhausen: | 500 m üNN |
| Engen/Anselfingen: | 542 m üNN |
| Daraus ergibt sich der jeweilige Luftdruck am Zähler "Pamb": | |
| Welschingen: | 1.016 - (0,12 * 483) = 958 mbar |
| Neuhausen: | 1.016 - (0,12 * 500) = 956 mbar |
| Engen/Anselfingen: | 1.016 - (0,12 * 542) = 951 mbar |
| Die daraus jeweils ermittelte Zustandszahl "z" ergibt sich wie folgt: | |
| Welschingen: | (273,15K / 288,15K) * ((958 mbar + 22 mbar) / 1013,25 mbar) = 0,9168 |
| Neuhausen: | (273,15K / 288,15K) * ((956 mbar + 22 mbar) / 1013,25 mbar) = 0,9150 |
| Engen/Anselfingen: | (273,15K / 288,15K) * ((951 mbar + 22 mbar) / 1013,25 mbar) = 0,9103 |
| Der effektive Gasdruck beträgt in Engen 22 mbar. | |
Die Multiplikation der jeweiligen Zustandszahl mit dem Abrechnungsbrennwert ergibt den in der Rechnung verwendeten Umrechnungsfaktor. Der Abrechnungsbrennwert unterliegt einer gewissen Schwankungsbreite. Deshalb wird für jeden Monat ein gewichteter Abrechnungsbrennwert ermittelt. In der Abrechnung wird dann für jeden Ablesezeitraum ein gewichteter Abrechnungsbrennwert für die maßgeblichen Monate gebildet und abgerechnet.
Detailierte Informationen zu den Berechnungen finden Sie im DVGW-Flyer "Erläuterung Gasmengenumrechnung" weiter oben.